Foto: Hupfeld

Abstract:

Das Schauspiel Dortmund hat sich unter der Künstlerischen Leitung von Intendant Kay Voges seit 2010 zum „führenden deutschsprachigen Theaterlabor“ (Die Welt) entwickelt. Insbesondere fokussierten sich die künstlerischen Arbeiten auf den Digitalen Wandel: technologisch und gesellschaftlich, in all seinen Facetten. Experimente mit neuen Videotechniken, Programmierern auf der Bühne, virtuellen Bühnenbildern und komplexen Algorithmen zur Steuerung von Licht und Video durch Musik wurden flankiert von einer detaillierten Auseinandersetzung mit den sozialen Folgen der Digitalen Revolution für die Menschen.

In seinem Vortrag beschreibt Kay Voges seine Arbeit an der Grenze zwischen Schauspieltheater, Bühne und digitalen Medien – und benennt die institutionellen Grenzen für diese notwendige Arbeit im gegenwärtigen Theatersystem: Warum können die Theater nicht so weiter machen, wie bisher? Welche Reformbedarfe gibt es? Wo liegen die Schwierigkeiten in der Neugestaltung der Arbeitsabläufe? Und welche Lösungen für den technologischen und inhaltlichen Wandel angesichts der Veränderungen durch die Digitalisierung hat das Schauspiel Dortmund bereits erarbeitet? Wie könnte man zu diesem Thema generell künstlerisch forschen?

Im Zuge seines Vortrags stellt Kay Voges auch seine weit vorangeschrittenen Pläne zur Gründung einer „Akademie für Theater und Digitalität“ in Dortmund vor.

Vita:

Kay Voges ist seit 2010 Intendant des Schauspiel Dortmund und arbeitet seit 1998 als Regisseur für Schauspiel und Oper – z.B. am Schauspiel Dortmund, der Staatsoper Hannover, der Oper Dortmund, dem Schauspiel Frankfurt, am Staatsschauspiel Dresden, an den Staatstheatern Darmstadt und Kassel, am Theater Magdeburg, am Theater Bonn, am Schauspiel Stuttgart sowie an den Bühnen von Münster und Moers.

Für seine Regiearbeiten wurde Kay Voges mehrfach ausgezeichnet. 2017 wurde er mit Die Borderline Prozession zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Einige Nachrichten an das All gewann beim NRW-Theatertreffen 2013 den Hauptpreis als „Beste Inszenierung“, darüber hinaus wurde der Film zur Inszenierung beim Artodocs International Filmfestival in St. Petersburg mit dem ersten Preis für die beste Regie und beim Sunset Film Festival Los Angeles mit dem zweiten Preis in der Kategorie „Experimental Film“ ausgezeichnet. Für seine Inszenierung von Das Fest erhielt Kay Voges 2013 eine Nominierung für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Regie Schauspiel“, DAS GOLDENE ZEITALTER gastierte beim Heidelberger Stückemarkt.